Koffeinentwöhnung

Trinkt jemand jeden Tag etliche Tassen Kaffee und vielleicht auch noch den einen oder anderen Energydrink und schluckt zur Abrundung vielleicht auch noch die eine oder andere Koffeintablette, dann merkt er bald, dass die erwünschte Wirkung nicht mehr auftritt. Das ist kein Wunder, denn der Körper hat sich längstens an die Zufuhr von Koffein gewöhnt. Mit anderen Worten – er hat sich auf die Wirkung dieser Droge eingestellt. Die Folge davon ist, dass die positiven Effekte in immer geringerer Intensität auftreten und auch der Zeitraum, in der diese zu bemerken sind, immer kürzer wird. Eine zusätzliche Zufuhr des Suchtmittels hilft so gut wie nicht. Oft fällt es einem selbst gar nicht bewusst auf, wie viel man von dieser Substanz eigentlich zu sich nimmt. Erst wenn einen die Kollegen darauf aufmerksam machen, dass man mehr Zeit in der Kaffeeküche verbringt als am Arbeitsplatz, wird es einem bewusst, dass man am besten Weg ist in eine Koffeinsucht zu schlittern.
Wenn man diesen Gewöhnungseffekt bemerkt, dann ist es bereits höchste Zeit, sich über einen Entzug Gedanken zu machen. Das ist im Prinzip leichter als man denkt und dauert höchstens eine Woche. Allerdings sollte man sich auf Müdigkeit, Kopfschmerzen und vielleicht sogar auf leichte Depressionen einstellen. Denn das sind einfach die Entzugserscheinungen. Diese halten jedoch nicht besonders lange an und nach dieser Entwöhnungszeit entfaltet das Koffein wieder seine Wirkung in vollem Ausmaß. Wenn man jedoch in seine alten Konsumgewohnheiten zurückfällt, gewöhnt sich der Körper wieder relativ schnell an diesen Stoff. Aus diesem empfiehlt es sich immer wieder ein paar Tage Pause einzulegen. Am besten am Wochenende. Macht man den Entzug nämlich während der Woche, kann es negative Auswirkungen auf seine Arbeit haben, da es an der nötigen Motivation fehlt und die körperlichen Symptome des Entzugs kontraproduktiv und störend wirken können.